Geschichte des Fördervereins

Vorgeschichte

Bedingt durch die zwei Weltkriege und vor allem die verfehlte sozialistische  Kultur- und Strukturpolitik  der ehemaligen DDR, blieben in den Jahren nach dem ersten Weltkrieg bis zur politischen Wende in Deutschland 1989 Erhaltungsarbeiten an der Kirche völlig aus. Der geplante Abriss der Ortschaft Klepzig in Folge des Braunkohleabbaues führte mit dem Ausbau von Teilen des Kircheninventars zum gänzlichen Verfall der Kirche. Es schien fast so, als zum Erntedank im Herbst 1986 in der Kirche der endgültig letzte Gottesdienst stattfinden sollte. 

Nach der politischen Wende in Deutschland wurde in Klepzig ein Neuanfang gewagt. Dem besonderen Einsatz der Kirchengemeinde von Klepzig und einiger engagierter Bürger war es zu verdanken, dass bereits 1993 bis 1995 mit der Turmsanierung und dem Verschließen der großen Löcher im Kirchendach wichtige Schritte zur Erhaltung erfolgreich in Angriff genommen werden konnten. Zum ersten gemeinschaftlich organisierten Arbeitseinsatz am 5.11.1994 erschienen viele Helfer und die rückten mit Schaufeln, Hacken, Körben und einem Pferdewagen ausgerüstet beherzt den Schutthaufen in der Kirche zu Leibe – eine Initiative, die sich nunmehr 10 Jahre später sehen lassen kann (Große et al. 2000).

Die Vereinsgründung

Um das Engagement der Gemeinde zu bündeln, aber auch um neue erfolgreiche Wege gehen zu können, konstituierte sich am 17. März 1995 der „Förderverein zur Erhaltung der Klepziger Kirche e.V.“. Zur Gründungsversammlung fanden sich immerhin rund 40 Personen ein. Der baufachlichen und zielstrebigen Leitung von Herrn Thomas Mühlbauer als den ersten Vorsitzenden des Vereins ist es zu verdanken, dass in den Folgejahren schrittweise eine Sanierung der Bausubstanz möglich wurde. Wie sehr die Aktivitäten dieses Vereines für die gesamte Gesellschaft wichtig sind und wie groß das inzwischen erworbene Vertrauen wurde, beweist das Zustandekommen des Nutzungsvertrages (unter Zustimmung des Konsistoriats der Evangelischen Kirche) vom 26. September 1995, worin die Überschreibung der Kirche samt Kirchhof  an den Förderverein geregelt wird. Was sich in der Folgezeit daraus entwickelte, ist von solch großem Erfolg getragen, dass das „Klepziger Modell“ auch für die Rettung anderer Kirchen unseres Landes angenommen wurde.

Die ersten Jahre des Fördervereins

Nachdem bereits eingangs der 1990er Jahre der Ausgangszustand des Kirchenbaues dokumentiert war, wurde es höchste Zeit, mit der Beseitigung der Provisorien und der endgültigen Sanierung des Daches zu beginnen. Immerhin war dessen Zustand derart schlecht, dass durch die eingedrungene Feuchtigkeit neben den Dachbalken bereits die Innendecken und das Mauerwerk in Mitleidenschaft gezogen waren. Immer wieder kam es im Zuge der Bauarbeiten zu Putzabbrüchen an der Decke. Zur Gefahrenabwehr umspannten schließlich Perlonnetze das Deckengewölbe.

Die ersten Jahre des Fördervereins waren nicht nur „Baustellen-Jahre“. Bereits ein halbes Jahr nach Vereinsgründung fand am 6.10.1996 ein Erntedankgottesdienst in der Kirche statt.  Damit war genau 10 Jahre nach dem vermeintlichen Ende der Klepziger Kirchen (s. Vorgeschichte) neues Leben in das historische Gemäuer zurückgekehrt.

Und am 15.12.1996 fand an gleicher Stelle ein erstes Adventssingen statt, was sich inzwischen in Form der Adventfeier zu einer festen Adresse im Vereins- und darüber hinaus im Gemeindeleben entwickelt hat.

Arbeitseinsätze verschönerten in den folgenden beiden Jahren das Kirchenumfeld ebenso wie der Turmanstrich und die Montage der Turmuhr am 5.12. 1997, die von einem Uhrmachermeister aus Leipzig-Lindenthal ein originalgetreues Zifferblatt erhielt. Auch wenn zur Adventsfeier am 7.12.1997 die Uhr stehen geblieben war, zeigt sie doch bis heute allen Vereinsmitgliedern getreulich an, was die Stunde geschlagen hat. Die Adventfeier begann an dem Tag trotzdem pünktlich um 14 Uhr. Nach einer 16 jährigen Pause erlebte das Dorf  im Jahre 1998 erstmals wieder eine Trauung in der Klepziger Kirche. Zum Turmfest am  2.8.1998 präsentierte sich der Kirchturm in vollster Schönheit. Wie kaum ein Kirchenbauwerk in der Umgebung prägt die Silhouette der Klepziger Barockkirche die Landschaft. Am Vorabend hatte der Förderverein zur Erhaltung der Kirche Klepzig e.V. alle eingeladen, die an der umfangreichen Sanierung des Turmes beteiligt waren.  Die Wiederherstellung der Turmfassade und des Altarraumes war die erste große Etappe der Sanierung. Umrahmt wurde das Kirchturmfest  von Böhmischer Blasmusik. Hunderte Gäste füllten den Innenhof, großer Andrang herrschte bei der Turmbesteigung, die Besucher konnten nur schubweise hoch gelassen werden. Ein Blick in die Umgebung zeigte die weithin sichtbaren Veränderungen im Dorf und der Umgebung. Mit dem Gewerbegebiet kamen auch Sponsoren und Helfer für die Kirchensanierung. Das Ziel unsere Kirche schöner denn je zu erhalten, wurde nie aus den Augen verloren, auch wenn im Kirchenschiff  noch Netze die fröhliche Adventsfeier am 6.12.1998 überspannten, zu der weit über hundert Gäste und Vereinsmitglieder sich in geselliger Runde bei Kerzenschimmer und Glühwein versammelten.

Die Sanierung des Kirchenschiffs

Das Jahr 1999 leitete eine weitere wichtige Etappe bei der Kirchensanierung ein. Gerüstbauer und Dachdecker zogen ein. Baugerüste umhüllten das riesige Kirchenschiff. Die provisorische Pappdeckung aus den Anfangsjahren war inzwischen wieder wasserdurchlässig geworden und wurde gegen ein originalgetreues neues Schieferdach ausgewechselt. Die Bauarbeiten zogen sich bis weit in das Jahr 2000 hin. Der neue Außenputz lies danach die Kirche freundlich und hell erstrahlen. Vielerorts wurde das Dorfpanorama nunmehr mit der hellen Kirche und ihrem golden blinkenden Wetterhahn als Dorfmittelpunkt bestaunt. Nach der Dachsanierung und dem Außenputz wurde ein Teil des Gerüsts in den Altarraum der Kirche umgesetzt. In der Folge begannen hier Putzarbeiten und Dank des Engagements vieler war die Beschaffung und der Einbau neuer Fenster im Altarraum möglich. Damit veränderte sich das Flair dieses heiligen Ortes vollständig. Sonnenüberflutet und hell präsentierte sich nun der herrliche und sehr gut erhaltene helle Sandsteinaltar aus dem 19. Jahrhundert. Die schwer beschädigten farbenprächtigen Glasmalereien des alten Altarraumes wurden soweit möglich gesichert und können so späteren Generationen zur Ansicht gebracht werden. Sie trugen Darstellungen der Apostel und datieren aus der Zeit um 1900 herum.

Völlig neu ist dagegen die Deckenbemalung des Altarraumes, die Mitte des Jahres 2000 von dem Wiedersdorfer Malermeister Achim Neubert geschaffen wurde. Er versetzte das ehemals Decken zierende Auferstehungsmotiv in unsere Zeit. So findet sich nun die Auferstehung der Klepziger Kirche im Altarraum wieder. Hier zeigt sich eine gewaltige Symbolkraft zwischen dem Außen und Innen – die Kirche als Mittelpunkt des Dorfes (Klepzig) und die Gemeinde im Zentrum der Kirche. Achim Neubert hat diese Symbolik in den Mittelpunkt des Deckengemäldes gestellt und mit kräftigen Farben kirchliche Ornamente als Rahmen darum gesetzt.

Das Kirchenschiff wird fertig

Ein Blick aus dem Giebelfenster des Kirchenschiffs zeigt im Februar 2003 Klepzig in weißer Winterpracht, Waldohreulen sitzen verträumt auf ihren Schlafbäumen, den alten Linden im Kirchhof. Aber die Ruhe trügt. Der Innenausbau läuft im Frühjahr 2003 an. Vorher konnte die Kirchengemeinde das neue Glockengestühl im Hofe der Pfarrei einweihen. Die Erneuerung der Balken machte sich dringend erforderlich und ohne Glockengeläut wäre unsere Kirche unvollständig. Noch im Frühjahr 2003 werden im Kirchenschiff die ersten Balken ausgetauscht, Putz entfernt und das Tonnengewölbe erhält eine komplett neue Schalung. Unter der Federführung von Fachfirmen entsteht eine neue Innenhaut der Kirche. Von den schweren Wasserschäden am Gewölbe ist bald nichts mehr zu sehen, Strohmatten wurden gegen Ziegeldraht ausgetauscht und tragen so einen neuen festen Innenputz. Den Bauleuten folgten die Maler. Achim Neubert hat nach längeren Vorstudien die grafischen Konzeptionen der Gewölbebereiche erstellt und macht sich nun mit Unterstützung an die Gemäldeausgestaltung. Das Firmament wird von den vier Evangelisten in den Gewölbeecken getragen. Sie erstanden neu und wie manche meinen schöner als zuvor. Zumindest bei der Gestaltung des St. Matthaeus in der NO-Ecke des Gewölbes kann sich jeder eine Meinung bilden. Eine Bildtafel in der Kirche zeigt die Reste des alten Deckenbildes. Aber auch Kapitelle und Säulen erstrahlen im neuen Glanz. Liebevoll wurde in den Jahren 2004 und 2005 an den Details des Innenraumes gemalt, saniert. Selbst der ohnehin schon sehr schöne Altar erstrahlte noch prächtiger, nachdem die Christus-Figur am Altarkreuz neu mit Blattgold überzogen war. Mit der Sanierung des Kanzelreliefs, des prächtigen hölzernen Taufbeckens und der Emporen war das Kirchenschiff fast fertig. Der Holzunterbau der Emporen wurde komplett saniert und im Jahre 2006 Putz- und Malerarbeiten beendet, so dass nun wieder Hunderte Gäste den Veranstaltungen in der Kirche folgen können. Beinahe pausenlos wurden die Innenarbeiten im Jahr 2006 fortgeführt, so dass die Sakristei auch bald ihrer Vollendung entgegensieht, sofern wir neue Fenster beschaffen können. Die neue Decke, der Putz und der Innenanstrich wurden schrittweise unter Einbeziehung beträchtlicher Eigenleistungen von Gerhard Friedrich und Reiner Schönigan erbracht.

Veranstaltungen

Mit dem Kirchenumbau wuchs auch der Verein, saalkreisweit am auffälligsten durch seine Dreschfeste, die nach einem kleineren Probelauf 1998 dann 1999 (4. und 5.9.) und wenn auch verregnet am 2.-3. 9. 2000 das 3. Dreschfest ein voller Erfolg waren. In der Vorbereitung eines jeden Dreschfestes findet jeweils zur Getreideernte das Garbenbinden statt. Mit historischer Technik (ein Lanz-Mähbinder der 1930er Jahre) wird nach altem Verfahren Getreide zu Garben gebunden, um dann zum Dreschen gebündelt in die historische Dreschmaschine, Fa. Witt & Krüger Baujahr 1930 geschoben zu werden. Dieses Ritual zieht jährlich immer wieder Hunderte von staunenden Dreschfestgästen an. Besonders die Jüngeren sind über das Verfahren der Korngewinnung mehr oder minder verwundert. Sie werden mehr von den modernen Errungenschaften unserer Tage angesprochen, finden es allenfalls lustig. Die Zeit der Garbenbinder ist eben Historie. Allerdings vereint jährlich das in den Abendstunden folgende Garbenbinderfest wieder Jung und Alt auf einem Bauernhof der Umgebung. Zeitlos beliebt werden Bratwürste gegrillt, Bier getrunken und gelacht und getanzt. Der Höhepunkt des Ernteballs 2000 war die Krönung der Erntekönigin des Saalkreises.

Die Adventfeier musste im Jahre 2003 noch ausfallen, da die Malerarbeiten Anfang Dezember noch in vollem Gange waren. Trotzdem fand am 24. Dezember in dem Duft von Malerfarbe und Pfefferkuchen der Weihnachtsgottesdienst im Kerzenschimmer in der Kirche statt. Ungewöhnlich viele Einwohner lockte der nun gerüstfreie Anblick der strahlenden Kirche zur Adventsfeier am 5.12.2004 an. Unter dem Motto „Wir backen unsere Kirche wieder auf “ruft alljährlich der Vorstand des Kuchenbuffets alle Klepziger zum Kuchenbacken auf. Das Dreschfest 2004 hatte mit der Präsentation der Dampfpflugtechnik seinen absoluten Höhepunkt. Gäste aus nah und fern verfolgten zwei Tage lang

interessiert die Vorführungen der Dampfpflüge. Dem Dreschfest 2004 folgte eine Woche später anlässlich des Tages des Offenen Denkmals die Präsentation der Bilder-Vernissage des Wiedersdorfer Malers Achim Neubert in der Klepziger Kirche. In der Gemütlichkeit des nunmehr fast fertig renovierten Kirchenschiffes wurden 90 große und kleine Gemälde, Grafiken und Skizzen gezeigt und vom Künstler selbst erläutert. Beeindruckend die Vielfalt der Techniken, der Motive und die Wiedergabe von Beobachtungen und Empfindungen. Bei Kaffee und Kuchen konnte geplauscht werden und es wurden Pläne geschmiedet (s. Kirchenausbau). Der Kirchenverein präsentierte sich im Jahre 2006 auch außerhalb der Gemeindegrenzen auf einem Erntedankfest in Hessen und besuchte mit seiner historischen Erntetechnik am 5.8.2006 die Rotteldorfer Traktorfreunde zum Ernteball. Zum Tag des offenen Denkmals am 10.9.2006 kamen viele große und vor allem kleine Besucher. Der Kirchenverein veranstaltete einen Zeichenwettbewerb für Kinder und dem Sieger winkte eine kräftige Aufbesserung des Taschengeldes, das zog! Viele Höhepunkte hielten die Veranstalter auch zum Dreschfest 2005 bereit. Das Baumstammsägen wurde diesmal nicht von der „Mannschaft Fiedrich vom Förderverein Klepziger Kirche e.V.“ gewonnen, sondern es war Traktor-Pulling angesagt. Ein alter Lanz sicher gesteuert von Günther Hirschfelder musste durch die Festscheune gezogen werden. Und das erforderte nicht nur Kraft, sondern auch viel Geschick. Weitere Höhepunkte des Abends folgten, von denen noch lange gesprochen und gelacht wird.

Die 1. Queiser Ackergames fielen am 8.9.2007 zum 7. Dreschfest buchstäblich den Regenschauern zum Opfer. Der Festspielacker war derart aufgeweicht, dass Wettkämpfe wie Strohballenziehen oder Traktorpulling nicht möglich waren. Am Abend fand dann doch noch ein kleines Ersatzspiel in der Scheurleschen Festscheune statt – bullriding - wobei sich der Bulle doch als eine etwas lahme Kuh entpuppte und nur langsam auf Touren kam. Trotzdem konnten zur Siegerehrung der „Queiser Bullriding Games“ unter den Beifall der Zuschauer die SG Reußen als Sieger geehrt werden. Am Sonntag waren die Vorführungen des Agrarfliegers H. Haferkorn, Flugdienst Tornau über den Dächern von Queis zu bewundern. Mancher hat dabei sicher gebangt, er möge mit seiner Maschine oben in der Luft bleiben!

 

Das Vereinsjubiläum

Es fehlte bis zum feierlichen Jubiläum des Kirchenvereins im Frühjahr 2005 noch etwas - der Sonnenschein (gemäß unserem Motto „POST NUBILA PHOEBUS-AUF REGEN FOLGT SONNENSCHEIN“). Der kam in Form eines lichtprächtigen liebevoll restaurierten Kronleuchters in das Kirchenschiff zurück. Eine Spende und sächsische Leuchtenbauerkunst hat den alten Kronleuchter originalgetreu erhalten. An einem neuen Zentralzylinder wurden die restaurierten Messinggussornamente rosettenartig montiert. Die Umstellung von Kerzenlicht auf elektrische Beleuchtung fällt sicher nur den Älteren durch den jetzt prächtigeren Glanz auf.

Die Feier zum zehnjährigen Jubiläum der Vereinsgründung fand am 18.6.2005 in der festlich geschmückten Klepziger Kirche statt. Dazu hatten sich über 140 Vereinsmitglieder und Gäste angesagt. Sie wurden von dem Niemberger Posaunenchor feierlich begrüßt. Ein Dank den Freunden aus Niemberg, die jährlich unsere Adventszeit festlich umrahmen helfen. Ein bunter Bilderreigen aus dem Vereinsleben stimmte alle Festgäste auf das 10-jährige Jubiläum ein. Dabei wurden viele schöne und weniger schöne Erinnerungen wieder wach. Besonders fleißige Aufbauhelfer und engagierte Firmen freuten sich über ein Danke-Schön-Präsent: Uhren, die auf dem Zifferblatt die Klepziger Kirche zeigten. Deshalb muss an dieser Stelle auch das breite Engagement der gesamten Kirchengemeinde, der ansässigen Unternehmen und auch der zahlreichen Nichtchristen der Gemeinde erwähnt werden, die durch ihren Einsatz dazu beigetragen haben, den finanziellen Aufwand bei der Kirchensanierung zu minimieren, sei es in Feierabendtätigkeit einzelner Personen oder durch die großzügige Unterstützung einzelner Firmen über nunmehr ein zweites Jahrzehnt! Beeindruckend bei der Jubiläumsfeier auch die musikalische Darbietung der Brehnaer Heimatfreunde unter Leitung von Gunter Ecke und die Wirkung der herrlichen Akustik in der Kirche. Zum Abschluss des festlichen Teils erstrahlte der alte-neue Kronleuchter in vollem Glanz. Anschließend ging es zum kalten Buffet und mit viel Erzählens „weist du noch wie........“, Musik und Tanz bis in den Sonntag Morgen. Dabei kam auch viel innere Kraft zusammen, die folgenden 10 Jahre zum Wohle der Klepziger Kirche gut zu meistern.

Das „Klepziger Modell“

Damit ist das Klepziger Modell eine gute Form, wie in unserem Land Christen und Nichtchristen gemeinsam ihr  Leben gestalten. Bereits im Gründungsprotokoll fixierten die Klepziger und ihre Freunde die Erhaltung und Restaurierung des Kirchenbauwerkes als eine Seite der Ziele des Vereins. Die andere Seite ist der Pflege der Dorfgemeinschaft gewidmet. In der Folge fanden in den letzten zehn Jahren regelmäßig Adventsfeiern, Skatturniere, Konzerte und Kirchenfeste statt.

Der Förderverein beteiligte sich bei Dorf- und Gewerbegebietsfesten, engagierte sich im Natur- und Umweltschutz und unterstützt seit Jahren die Kindereinrichtungen der Gemeinde. Nach dem Beitritt der Gemeinde zur Stadt Landsberg finden sich die Aktivitäten des Fördervereins in den vielfältigen kulturellen Bereichen der Stadt wieder. So nahm am Gottesdienst anlässlich des 7. Queiser Dreschfestes im Jahre 2007 auch eine Abordnung polnischer Freunde aus der Partner-Stadt Landsberg – in Oberschlesien - unter Leitung ihres Bürgermeisters A. Thomalla teil. Anschließend wurden die polnischen Gäste von unserem Bürgermeister aus Landsberg/Sachsen-Anhalt O. Heinrich herzlich begrüßt. In der Folge kam es zu vielen persönlichen Begegnungen mit den polnischen Freunden auf der Festwiese und beim Rundgang zum Dreschfest auf dem Bauernhof Scheuerle. Umgekehrt unterstützt die Stadt Landsberg tatkräftig die Sanierung der Klepziger Kirche. Mit diesem regionalen Schwung wird es den Klepzigern und ihren Freunden auch  möglich sein, in den Folgejahren die weitere Sanierung der Kirche erfolgreich in Angriff  zu meistern.

Zum Weiterlesen:

Thon, M. (2003): Kirchengeschichten. – Internetpräsentation.

Thon, M. & Thon, St. (2006): Kirchengeschichten aus dem Pfarrsprengel Landsberg. – Eigenverlag.

Große, W.-R., England, U. & A. Neubert (2000): Die Kirche zu Klepzig – eine der beeindruckendsten barocken Dorfkirchen Sachsen-Anhalts. – Heimatblätter Halle-Saalkreis: 31-38.

Sonntag, H.-W., Döll, M. & R. Zimmer (1999): Reide und Kabelske. Eine Bachlandschaft im Fluß der Zeiten. – Unabhängiges Institut für Umweltfragen e.V., Halle.

Klepzig/WG. Berichte aus dem Kabelskeblatt und dem Landsberger Echo. -  2000-2007.

 

W.-R. Große - Förderverein zur Erhaltung der Klepziger Kirche